Organisierte Erste Hilfe Erbendorf


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First Responder HvO OEH Helfer vor Ort Organisierte Erste Hilfe Erbendorf

Zusammen mit der Bereitschaft Erbendorf im BRK unterhält die FFW Erbendorf seit dem 01.07.1999 eine Ersthelfereinheit mit dem Namen "Organisierte Erste Hilfe (OEH) Erbendorf". In anderen Städten und Gemeinden sind die Ersthelfereinheiten unter dem Namen "Helfer vor Ort (HvO)" oder "First Responder" bekannt. Da der "HvO" meist beim Roten Kreuz oder anderen Rettungsorganisationen beheimatet ist und der "First Responder" bei Feuerwehren verwendet wird, haben die Erbendorfer sich auf einen gemeinsamen Namen geeinigt, um die Zusammenarbeit der beiden Rettungsorganisationen zu unterstreichen: Die "Organisierte Erste Hilfe" war geboren.

Aufgaben und Ziele

Der OEH soll die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung durch den Rettungsdienst verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kammerflimmern (eine häufige Form des Kreislaufstillstands) nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um zehn Prozent sinken. Nach bereits sechs bis acht Minuten fehlender Sauerstoffversorgung treten schwere irreversible Schäden am Hirn auf. Da jedoch allein das Absetzen des Notrufs und die Disponierung in der Rettungsleitstelle bereits zwei Minuten in Anspruch nimmt, und zuzüglich die Hilfsfrist bis zu zwölf Minuten oder unter Umständen auch mehr betragen kann, erreichen die Einsatzkräfte eines Rettungswagens möglicherweise erst 14 Minuten nach dem Eintritt eines Kammerflimmerns den Patienten um einen Defibrillator einzusetzen – bei einem Herzstillstand mit Kammerflimmern ist dies für eine Wiederbelebung kritisch.

Ausgebildete Fachkräfte und Defibrillator

Die Einsatzkräfte des OEH Erbendorf sind ausgebildete Fachkräfte (z.B. Sanitäter, Rettungsdiensthelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten) und verfügen zudem über einen Automatischen Externen Defibrillator (AED), der im Einsatzfahrzeug deponiert ist. Dadurch kann bereits nach wenigen Minuten eine Reanimation mit Defibrillationsunterstützung eingeleitet werden. Durch die Verkürzung der Hilfsfrist können viele Patienten selbst nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vollständig genesen.

Bei anderen Unglücken und Unfällen sind wir verantwortlich für eine konkretere Einschätzung der Lage am Unglücksort und können z.B Einsatzkräfte nach Notwendigkeit nachfordern, so dass eine effektivere Disponierung der Hilfe möglich ist. Außerdem versorgen wir die Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Wie alles begann

Vom 27. November 1998 bis zum 06. Februar 1999 unterzogen sich elf Kameraden der FFW Erbendorf der Ausbildung zum Ersthelfer. Die Ausbildung umfasste damals den Lehrgang Sanitätsausbildung ( Teil A – B – C ), Lehrgang Schnelleinsatzretter ( Teil A + B ) udn den Lehrgang Ausbildung Frühdefibrillation. Heute ist die Ausbildung zum Sanitäter die Mindestvoraussetzung für den Einsatz als Organisierter Ersthelfer, zudem benötigt jede Einsatzkraft eine Ausbildung für die Frühdefibrillation. Einmal jährlich werden alle Ersthelfer für die Frühdefibrillation rezertifiziert. Bei regelmäßigen Übungen frischen wir unsere Kenntnisse immer wieder auf udn üben spezielle Handgriffe ein.

Am 01. Juli 1999 wurde das System als Gemeinschaftsprojekt von Feuerwehr Erbendorf und BRK Bereitschaft Erbendorf als Pilotprojekt offiziell gestartet. Die Stadt Erbendorf, welche voll und ganz hinter dieser Idee steht, stellte wie selbstverständlich die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die bestmögliche Ausrüstung zu beschaffen. Das System wurde OEH – Organisierte Erste Hilfe – getauft, um für die Bevölkerung einen verständlichen und einprägsamen Namen zu schaffen.

Seit der Indienststellung hat sich diese Einrichtung bei zahlreichen Einsätzen bewährt und wir hoffen, zum Wohle der Bevölkerung weiterhin aktiv sein zu dürfen. Unsere Einsätze können in der Einsatzliste und in der Einsatzstatistik eingesehen werden. Derzeit haben wir durchschnittlich 46 Einsätze im Jahr (seit 2000). 2015 wurden 69 Einsätze übernommen, 2016 sogar 83.

Unser Team freut sich über jeden, der uns aktiv oder finanziell unterstützen möchte. Bitte wenden Sie sich an Fabian Keppler-Stobrawe, Tel: 0179 1004894.