Einsatz | Kirchenbrand war zum Glück nur Fehlalarm

28.06.2022 12:00
Fabian Keppler-Stobrawe

Erbendorf. α Unmittelbar nach dem Gewitter am Montagabend ging ein Notruf bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz ein: Die Stadtpfarrkirche in Erbendorf brenne. Vor Ort gab es schnell Entwarnung.

Zahlreiche Feuerwehrleute der Feuerwehr Erbendorf waren nach einer Übung am Montagabend noch am Feuerwehrhaus, als ein Alarm einging. Routiniert zogen sie sich ihre Schutzanzüge an und besetzten die ersten Fahrzeuge. Da die Alarmierung noch nicht abgeschlossen waren, kannten die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt den Grund noch nicht.

Nach einigen Minuten übermittelte der Disponent das Einsatzstichwort: „Brand Kirche“ – die Stadtpfarrkirche in Erbendorf solle brennen. Bürger hätten einen Feuerschein und Rauch gesehen. In kürzester Zeit waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und bereits nach wenigen Minuten konnte Kommandant und Einsatzleiter Bernhard Schmidt Entwarnung geben: „Wegen des Regens ist Wasserdampf entstanden und die orangen Strahler, die die Kirche beleuchten, haben den Eindruck erweckt, die Kirche würde brennen.“

Alarmstopp nach Erkundung

Weitere Einsatzkräfte anderer Feuerwehren wurden auf der Anfahrt gestoppt. Pfarrer Martin Besold wurde rasch von Feuerwehrleuten zu Hause abgeholt und an die Einsatzstelle gebracht. „Ich war im ersten Moment ein bisschen Baff“, beschrieb der Pfarrer am nächsten Tag seine ersten Gedanken gegenüber Oberpfalz-Medien. Sein Herz sei ihm ein wenig in die Hose gerutscht. Er kontrollierte zusammen mit Kommandant Schmidt kurz nach dem Eintreffen an der Kirche den Innenraum des Gotteshauses, um einen Brand ganz sicher ausschließen zu können.

Als dann noch die Außenbeleuchtung erlosch, wurde zunächst ein Stromausfall vermutet. Besold gab jedoch Entwarnung, da eine Zeitschaltuhr um 22 Uhr für das Erlöschen des Lichtes verantwortlich war. „Ich bin sehr erfreut, dass die Feuerwehr mit so vielen Helfern so schnell vor Ort war“, bedankte sich Besold bei den Einsatzkräften.

"Rufen Sie an" - kein schlechtes Gewissen nötig

Kommandant Schmidt bedankte sich trotz des Fehlalarmes bei den aufmerksamen Bürgern, die den Notruf gewählt hatten: „Es ist uns lieber, jemand ruft an, damit wir schnell vor Ort sein können.“ Ein schlechtes Gewissen brauche niemand zu haben, auch wenn die Einsatzkräfte keinen Brand vorfinden. „Wenn wir schnell vor Ort sind, können wir eine unkontrollierte Brandausbreitung verhindern“, erklärte Schmidt die Notwendigkeit einer frühen Information. „Daher ist eine Meldung immer besser, als zu denken, jemand anderes würde bestimmt bei der Leitstelle anrufen.“

Aufgrund der gemeldeten Lage alarmierte die ILS neben der Erbendorfer Feuerwehr noch die Einsatzkräfte aus Krummennaab, Wetzldorf, Guttenberg, Reuth bei Erbendorf, Thumsenreuth, Hessenreuth, Zwergau, Kemnath und Naabdemenreuth. Zudem waren die Fachberater für Gefahrgut und des Technischen Hilfswerkes hinzugezogen worden sowie die Polizei. Seitens des Rettungsdienstes waren ein Einsatzleiter Rettungsdienst, die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, zwei Rettungswagen, ein Notarzt und die Organisierte Erste Hilfe auf dem Weg. ω

Foto: Sven Lehner

 

 

 

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