
Erbendorf. α Sascha Doneko ist ein echtes Urgestein der Erbendorfer Feuerwehr. Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2026 trat er als Kassier zurück und übergab nach insgesamt 32 Jahren Verantwortlichkeit diese Aufgabe an seine Nachfolgerin Alexandra Söllner.
Doneko übernahm 1994 zunächst die Verantwortung für die vereinsinterne Sterbekasse, 2004 wurde er Kassier für die Hauptkasse des Feuerwehrvereins. Zusätzlich war er seit 2010 auch für die Kasse des Spielmannszuges der FFW Erbendorf zuständig. Alle drei Kassen waren bis Anfang 2026 in seiner Obhut. „Wir sagen Dir für die viele geleistete Arbeit DANKE“, stellte Vorsitzender Daniel Grünabuer sein ehrenamtliches Engagement heraus und überreichte ihm ein kleines Präsent. Neben dem Wechsel an der Spitze der Vereinskasse beschloss die Mitgliederversammlung auch eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 14 € jährlich auf nun 24 €. Zuletzt war der Vereinsbeitrag bei der Währungsumstellung von DM auf Euro im Jahr 2002 leicht angepasst worden. Zuvor betrug der Mitgliedsbeitrag 25 DM. Mit der Umstellung auf den Euro erfolgte eine geringe Anpassung auf die bereits erwähnten 14 €. Zum neuen Vertrauensmann wurde Lukas Baier gewählt, er übernimmt die Nachfolge von Peter Götzl.
Vielfältiges Vereinsgeschehen
Schriftführer Benjamin Schlicht blickte auf ein vielfältiges Vereinsgeschehen im Jahr 2025 zurück. Neben den traditionellen Veranstaltungen, wie das Maibaumaufstellen, der Feuerwehrball und das Johannisfeuer, waren auch der Kirwa-Zoigl und die Besuche der neuen Partnerfeuerwehr Adorf sehr beliebt. Grünbauer lobte zudem die stetig wachsende Jugendarbeit im Verein und bedankte sich bei den Jugendwarten Maximilian und Simone Schultes sowie den Betreuerinnen und Betreuern der Kinderfeuerwehr Anja Dietrich, Maximilian Bollmann, Eva Gruber und Silke Gottfried.
195 Einsätze im Jahr 2025
Kommandant Bernhard Schmidt betonte in seinem Jahresrückblick vor allem besondere Ausbildungsformate: eine Räumungsübung bei einem örtlichen Supermarkt, die Besichtigung des Feuerwehrhauses in Weidenberg, eine gemeinsame Atemschutzübung mit den Feuerwehren aus Krummennaab, Thumsenreuth und Wildenreuth, eine Vorführung eines ferngesteuerten Löschroboters, eine Katastrophenschutzübung des Landkreises mit Fahrt in Kolonne sowie eine Maschinistenübung am Hessenreuther Berg mit den Feuerwehren des KBM-Bereichs und den Feuerwehren aus Bernstein, Pressath, Guttenberg und Atzmannsberg.
Zudem freute sich Schmidt, dass die aktiven Feuerwehrfrauen und -männer an zahlreichen Lehrgängen erfolgreich teilgenommen haben. Hierbei bildeten sich die Floriansjünger in den Bereichen der modularen Truppausbildung, Ausbilder für Maschinisten, Atemschutz- und anderen Leistungswettbewerben, Atemschutzgeräteträger, THL bei Bus- und Lkw-Unfällen, Drehleitermaschinist, Ausbilder in der Feuerwehr, Gruppenführer, Multiplikatorenschulung für Drohneneinheiten, Social Media, Drehleiter im THL-Einsatz sowie Atemschutzgerätewart fort. Auch Schulungen zur Einsatztaktik für Führungskräfte und ELDIS-Einsatznachbereitung waren Teil der letztjährigen Ausbildung.
Schmidt blickte zudem auf 195 Einsätze zurück (2024: 190), davon 50 (2024: 63) Technische Hilfeleistungen, 118 (105) First Responder, 23 (21) Brandeinsätze, 4 (1) Sicherheitswachen und 0 Fehlalarme. Besonders in Erinnerung sind vier außergewöhnliche Einsätze geblieben: Brand eines Kesselwagens in Reuth, Austritt von Ammoniak in Kemnath, vermeintlicher Verkehrsunfall durch eine Notfallmeldung einer Smartwatch, und ein schwerer Verkehrsunfall auf der B22. Hierbei bedankte sich Schmidt nicht nur bei den aktuell 59 Aktiven (darunter 11 Frauen), sondern auch bei der Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen, Feuerwehren und der Kreisfeuerwehrführung.
14 Kinder in Ausbildung des Spielmannszuges
Kurt Schraml bedankte sich bei aktuell 19 aktiven Spielleuten des Spielmannszuges für ihrer Spielfreude im Jahr 2025. Dazu sind 14 Kinder in Ausbildung, die der Grundstein für das Weiterbestehen des einzigen Spielmannszuges im Landkreis Tirschenreuth darstellen. 26 Auftritte und zahlreiche Übungstage waren im vergangenen Jahr bestritten worden. Besonders stellte Schraml das Jubiläumskonzert in der Erbendorfer Stadthalle heraus. Hier hatte der Spielmannszug zusammen mit dem Erbendorfer Spielmannszug sein langjähriges Bestehen gefeiert, zusammen mit den Nachbar-Spielmannszügen aus Pressath und Grafenwöhr. Überhaupt war der Zusammenschluss mit den beiden Nachbarn ein großer Gewinn für die Musik in der Region, was sich beispielsweise bei einem Flashmob in Grafenwöhr wieder unter Beweis stellten. Zudem waren die Spielleute auch bei der Partnerfeuerwehr im sächsischen Adorf dabei und konnten mit ihren Klängen bei einem Standkonzert glänzen.
Schon zur Tradition ist mittlerweile der eigene "Kirwa-Wougn" geworden, zudem pflanzten die Spielleute einen Baum, da sie bei einer Baumpflanz-Challenge nominiert wurden. Schraml freute sich, dass zwei Nachwuchsspielerinnen die Leistungsprüfung des Nordbayerischen Musikbundes der Stufe D1 ablegen konnten.