Neue Signalhörner für die FFW Erbendorf

01.04.2026 07:00
Fabian Keppler-Stobrawe

Erbendorf. α Die Steinwaldstadt ist ausgezeichnet als Landmusikort 2025, hier wollte sich auch die Feuerwehr Erbendorf beteiligen, die mit dem Spielmannszug einen beachtlichen Anteil an dieser Auszeichnung hat. Zu Ehren der Musik werden ab Mittwoch, 01.04.2026, die Fahrzeuge mit neuen Signalhörnern ausgestattet. Den Auftakt macht die Drehleiter.

Wer kennt es nicht: Das Martinshorn? In jedem Kinderbuch werden bereits Feuerwehrfahrzeuge mit "TaTü TaTa" beschrieben, wenn sie zum Einsatz brausen. Der laute, markante Ton ist bekannt und gebietet den anderen Verkehrsteilnehmer:innen, sofort Platz zu machen. Doch Kommandant Bernhard Schmidt hatte die Idee, neue Signalhörner zu nutzen. "Das Martinshorn ist nicht melodisch genug", meinte der Kommandant. Daher gab es in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit dem Bundesmusikverband und lokalen Musikgruppen. Unter dem Motto "Neues Jahr, neue Hörner" wurde ein Feuerwehrinterner Ideenwettbewerb ausgerufen.

Dabei stach der Jury, bestehend aus den drei Kommandanten und den Vereinsvorsitzenden, eine besondere Idee gleich ins Auge: Blasmusikinstrumente statt Luftdruckhörner. Begeistert haben die sechs Jurymitglieder Kontakt mit der Ideengeberin aufgenommen und sind in die Planungen eingestiegen: Welche Hörner gibt es, wer kann diese spielen und wie können wir diese auf den Fahrzeugen montieren? Das waren die drei dringlichsten Fragen.

Bereits im November 2025 wurde für die Drehleiter eine sinnvolle Lösung gefunden. Ob der großzügigen Länge des Fahrzeuges wurde dort vergangene Nacht ein Alphorn installiert. Die drei Alphornbläser des Spielmannszuges haben in den vergangenen vier Monaten eine Intensivausbildung mitgemacht. "Darunter war ein Alphorntrainingslager in den Schweizer Alpen", informiert Stabführerin Julia Busch. Abgeschottet von der Öffentlichkeit wurde in der Region des Matterhorns der Feuerwehrsignalton eingeübt. Im wöchentlichen Wechsel wird immer einer der drei Alphornbläser mit der Drehleiter ausrücken und die anderen Verkehrsteilnehmer warnen. "Es kann auch zu kurzfristigen Schichtwechseln kommen", erklärt Schmidt, "denn ab drei Einsätzen an einem Tag, kann den Musikern schnell die Puste ausgehen." Nach dem dritten Einsatz an einem Tag folgt sogleich der nächste in der Liste.

"Je nach Einsatzfahrzeug wird es unterschiedliche Hörner geben, die verwendet werden", verrät Schmidt. Noch seien nicht alle Instrumente geliefert und Bläser ausgebildet. Folgende Hörner werden in den kommenden wenigen Wochen aufgerüstet:

  • Kommandowagen (KdoW, 10/1): Sauerländer Halbmond
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF, 40/1): Fürst Pless Horn
  • Tanklöschfahrzeug (TLF, 20/1): Althorn
  • Gerätewagen Logistik (GW-L, 55/1): Baritonhorn
  • Mehrzweckfahrzeug (MZF, 11/1): Waldhorn
  • First Responder (79/1): Flügelhorn

Darüber hinaus werden die Führungsassistenten (Zugführer, der den Einsatzleiter unterstützt) mit einem handlichen Clewing'schen Taschenhorn ausgestattet, um bei fußläufigen Erkundungen die Einsatzleitung sicher durch eventuelle Menschenmengen zu bringen. Getestet werden soll dies erstmals beim Bürgerfest 2026 in Zusammenarbeit mit der Sanitätsabsicherung der Bereitschaft Erbendorf im Bayerischen Roten Kreuz.

Die Redaktion von ffw-erbendorf.de wünscht den Aktiven allzeit gute Fahrt und kommt wieder sicher nach Hause!